Karin Eckhardt (62) wurde in ostpreußischen Königsberg geboren. Nach Tätigkeiten in unterschiedlichen Lebens  und Arbeitsbereichen begann sie 1994 ein Privatstudium zur Psychotherapeutin. Von 1997 bis 1999 absolvierte sie eine Zusatzausbildung zur sozial pädagogischen Anleiterin. Parallel dazu machte sie sich 1997 als Psychotherapeutin und Entspannungstrainerin selbstständig. Vor drei Jahren zog sie von Niederkrüchten am Niederrhein in die Itterstadt, wo sie dann im vergangenen Jahr ihre psychologische Praxis "Lebens Balance" an der Walder Straße 284 eröffnete. Karin Eckhardt ist ledig, hat zwei Kinder und zwei Enkelkinder.
Foto: Dirk Thomé

In den Unruhestand durchgestartet

Karin Eckhardt verwirklicht sich mit 61 Jahren ihren Berufswunsch: Die Heilpraktikerin und Psychotherapeutin eröffnet ihre eigene Praxis.

Hilden. "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an", sang einst Udo Jürgens: "Mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran!' Bis zu diesem Alter fehlen Karin Eckhardt noch vier Jahre, außerdem hat für sie ihr neues Leben bereits mit 61 Jahren angefangen. Während Andere in diesem Alter ihren Ruhestand genießen, hat sich die Heilpraktikerin, Trauerbegleiterin und Entspannungstrainerin ganz bewusst für den Unruhestand entschieden. jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um noch einmal durchzustarten. Darin unterscheide ich mich von den anderen Menschen in meinem Alter. Ich bin da wohl viel wirbeliger

Als mutig empfindet die 62 Jährige ihren Schritt in die Selbstständigkeit nicht, "da war mein Umzug nach Hilden viel mutiger". Immerhin ließ sie ihren Bekanntenkreis am Niederrhein zurück. Dafür gab ihr der Wechsel in die Itterstadt die Möglichkeit, ihren bisherigen Lebensweg mit etwas Abstand zu betrachten. Letztlich war es aber der Wunsch, in der Nähe ihrer Kinder zu leben, der sie nach Hilden führte. Der eigene Nachwuchs war auch der Grund, dass sie ihren frühen Berufswunsch ("Psychologie und die Arbeit mit Menschen war schon immer mein Traum") immer wieder "nach hinten" verschieben musste. Erst nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, konnte sie ihren eigenen Weg gehen, "und das Gelernte will ich jetzt auch leben und erleben".

Jetzt steht das eigene Leben im Mittelpunkt

"Mich in meiner eigenen Arbeit zu erleben, ist mir wichtiger als der Ruhestand", sagt Karin Eckhardt. Ihre Kinder aufzuziehen und zu erziehen sei zwar auch schon erfüllend gewesen, "aber jetzt steht mein persönlicher Anteil am Leben im Mittelpunkt'. Dass sie erst mit 61 Jahren diese Chance erhielt, stört sie nicht, denn "Umwege haben schon immer. meinen Lebensweg bestimmt". Schließlich sei der Weg das Ziel, und "die Stationen sind mir wichtiger.

Deshalb betrachtet Karin Eckhardt ihren eingeschlagenen Berufsweg noch nicht als beendet: "Mein Traum ist vom Gerüst her erfüllt, jetzt muss er ausgefüllt werden!' Wie lange das Ausfüllen dauern wird, kann sie nicht sagen, "so lange ich die Kraft habe, mache ich weiter". Es gäbe noch viele Pläne und Wünsche, die sie umsetzen wolle. Insofern trifft eine Textzeile von Udo Jürgens auf jeden Fall auf sie zu: "Mit 66 ist noch lang noch nicht Schluss.

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